Mit dem System lassen sich herkömmliche “undimmbare” LED-Leuchtmittel nahezu linear dimmen. Es
treten keinerlei Flackererscheinungen auf. Auch im unteren Dimmbereich ist ein flackerfreier Betrieb
gewährleistet. Die Leuchtmittel können soft bis zum kompletten Erlöschen gedimmt werden.
Außerdem sind die LEDs bei Maximum auch wirklich bei 100% Leuchtkraft.
Es müssen keine neuen Leitungen verlegt werden. Weder die 12V-Leitungen, noch die 230V-Leitungen
müssen geändert werden. Lediglich in der Abzweigdose muß eine kleine Änderung vorgenommen werden.
Besonderheit - Zwei Leuchtenkreise:
Obwohl vor dem Umbau nur eine Licht-Schaltung möglich war, weil nur ein NYM-J 3x1,5 zum Schalter
verlegt ist, ist es möglich mit meinem System zwei Leuchtenkreise unabhängig von einander zu bedienen.
Benutzt man einen Serientaster kann man am Steuergerät eine zweite Leuchtengruppe anschließen.
Dadurch kann man z.B. den vorherigen Leuchtenkreis mit fünf Brennstellen in zwei + drei aufteilen, oder
man läßt die fünf Leuchten auf den einen Kreis und installiert noch weitere Leuchten für Kreis zwei.
Besonderheit - Serientaster:
Üblich ist es, daß man das Licht mit einem Taster bedient. Mit diesem einem Taster dimmt man auf und ab.
Möchte man dies aber bequemer haben, kann man am Steuergerät eine Einstellung vornehmen, sodaß
dann der linke Taster des Serientasters “aufdimmt” und der rechte Taster des Serientaster “runterdimmt”.
Neue Erfindung zum Thema : Energie sparen mit LEDs
In vielen Wohnungen hat das Halogenlicht längst Einzug gehalten. Meist in Form von
Deckeneinbaustrahlern in allen Räumlichkeiten. Um das Licht der Stimmung etwas anzupassen setzt
man Dimmer ein.
Man möchte nun mit der Zeit gehen und auch Energie sparen. Schnell findet man Beiträge im Internet
und den Medien, daß die LED das Non-Plus-Ultra in Punkto Energie sparen ist. Die nackten Zahlen
sprechen für sich :
Halogen
5 Leuchtmittel a 20W
= 100W
Lebensdauer ca 2000 Stunden
LED
5 Leuchtmittel a 3W
= 15W
Lebensdauer ca 30000 Stunden
Perfekt ! Die Leute stürmten mit diesem Wissen die Baumärkte
und kauften sich LED-Leuchtmittel. Doch die erste
Ernüchterung folgte nach dem Einschalten - kein Licht bzw es
flackerte. Was ist da los ? Das “geschulte Baumarkt-
Fachpersonal” (ein Wiederspruch in sich) hat da entweder gar
keine Erklärung, oder frei erfundene Märchen auf Lager.
Die benutzen Halogentrafos sind heutzutage elektronische
Trafos. Sie benötigen eine Mindeslast. Bei einem 105W-Trafo
sind das 35W und bei einem 75W-Trafo immerhin noch 20W.
Wird diese Mindeslast nicht erreicht, so schaltet der Trafo nicht
ein, oder er flackert. Bei unserem LED-Beispiel mit 15W könnte
es gerade so noch funktionieren.
Hat man diese Hürde genommen und ggf. einen Trafo mit 1W Mindeslast eingebaut (ein sog. LED-Trafo),
war die Freude groß, aber leider nicht von langer Dauer. Sobald man den Dimmer benutzte war die
Freude wieder dahin, denn
- Dimmkurve alles andere als linear
- keine 100% Leuchtkraft, da Dimmer meißt nur 90% zulassen
- im unteren Dimmbereich fängt das Leuchtmittel an zu flackern
In Fachmedien kann man nun nachlesen, daß LED-Leuchtmittel nicht zu dimmen sind. Die Hersteller
haben dennoch sog. “dimmbare” LED-Leuchtmittel auf den Markt gebracht. Das Dimmergebnis läßt aber
auch mit diesen Leuchtmitteln keine wirkliche Freude aufkommen.
LEDs dimmen ......... und es geht doch !!!
Ich habe in wenigen Wochen ein System entwickelt, daß genau diesen Mißstand aus der Welt schafft. Bis
heute habe ich einen funktionierenden Prototypen aufgebaut. Derzeit arbeite ich noch an Feinheiten in
Bezug auf Schaltungs- und Softwareoptimierung.
Wir gehen von einem Raum aus, in dem eine Halogenanlage verbaut ist. In der Wand (an der Tür)
befindet sich ein Schalter (oder Dimmer) und in der abgehängten Decke der Trafo, sowie die eingesetzten
Lampen mit fünf Brennstellen a 20W.
Um mein System zu installieren entfernt man den Schalter/Dimmer und ersetzt ihn durch einen
handelsüblichen Taster (Einfach- oder Serientaster). Der Taster wird an ein mitgeliefertes Tastermodul
angeschlossen, das bequem Platz in der Schalterdose hinter dem Taster findet.
Der Trafo in der abgehängten Decke wird entfernt und durch ein Steuergerät ersetzt. In der derzeitigen
Version muß noch ein externer Trafo (gewickelt) angeschlossen werden. Es kann leider nicht der schon
vorhandene elektronische Trafo benutzt werden (noch nicht). Auch der LED-Trafo mit nur 15W kann für
mein System leider nicht benutzt werden. Es muß ein richtiger Kupfer-gewickelter Trafo sein. Um die
Steuereinheit durch das kleine Loch der Einbaulampe zu bekommen, habe ich bislang den Trafo noch
seppariert. Möglicherweise gelingt es mir noch, den Einsatz von elektronischen Trafo’s zu ermöglichen,
sodaß der Trafo dann gleich mit im Gehäuse der Steuereinheit ist.
Die Halogen-Leuchtmittel können nun gegen ganz normale “undimmbare” LED-Leuchtmittel ausgetauscht
werden. Ich empfehle, die LED-
Leuchtmittel nicht zu mischen. Man sollte
also alle LED-Leuchtmittel von einem
Fabrikat und einheitlicher Leistung
benutzen.
Natürlich ist in diesem System auch ein µController von Atmel verbaut. Im Tastermodul kommt ein
ATtiny45V und im Steuergerät ein ATtiny2313 zum Einsatz. Beide Schaltungen kommen mit sehr wenig
externen Teilen aus, sodaß sich die Materialkosten deutlich im Rahmen halten.
Das Schwierigste war die Informationsübermittlung vom Taster zum Steuergerät. An den verlegten
Leitungen sollte nichts geändert werden. So ist meist ein NYM-J 3x1,5 zum Taster und ein NYM-J 3x1,5
zur Lampe verlegt. Dennoch habe ich eine sehr preiswerte Lösung gefunden, die nicht nur ein Signal,
sonder gleich zwei Signale über diese Leitungen übertragen kann.
Die eigentliche Entwicklung der Dimmfunktion im Steuergerät hat relativ wenig Zeit beansprucht. Dennoch
muß ich gestehen, daß es doch recht komplex ist, die LEDs über den gesamten Bereich sauber zu
dimmen. Grund dafür ist die verbaute Elektronik in den LED-Leuchtmitteln, die ein Betrieb an 12V AC/DC
ermöglicht.
Auch konnte ich feststellen, daß die LED-Leuchtmittel von unterschiedlicher Qualität sind. So konnte ich
z.B. bei einem preiswertem Leuchtmittel beobachten, daß beim Abdimmen zwei von den 12 verbauten
LEDs ihre Helligkeit fast nicht änderten. Bei den etwas teueren Leuchtmitteln war dies nicht zu
beobachten. Ich vermute hier “Sollbruchstellen” in Form von völlig falsch dimmensionierten
Vorwiderständen.
Der von mir entwickelte Dimmalgorithmus, sowie technische Details bleiben vorerst noch unter Verschluß.
Anfragen diesbezüglich möchte ich noch nicht beantworten. Ich bitte um Verständnis. Zur Zeit stelle ich
meine Entwicklung verschiedenen Firmen vor, da ich selber keine Vermarktung umsetzen kann.